Staatliche Förderungen (1)
Um die Lage der zukünftigen Rentner zu verbessern, bietet der Staat demjenigen, der handelt und einen eigenen Beitrag zur Alterssicherung leistet, Unterstützung in bisher kaum gekanntem Ausmaße an.
Die wichtigsten Angebote im Versicherungsbereich sind die steuerlichen Entlastungen bei der Basis- oder – nach ihrem Erfinder – auch Rürup-Rente genannt.
Dazu kommt noch die Riesterrente mit ihren direkten Zulagen, die nur für Angestellte gedacht ist. Die Riesterrente ist durch die limitierte Betragshöhe allerdings allein nicht ausreichend, um die Versorgungslücke zu decken.
Beide Versicherungen sind gewollt unflexibel, so gibt es die Auszahlung von Renten nach dem 60. Lebensjahr und keine Kapitalauszahlung bzw. bei Riester nur bedingt möglich.
Doch dies hat den Vorteil, dass auch kein anderer während der Ansparphase Zugriff auf das Kapital hat, so sind beide Versicherungen Hartz 4 sicher.
Aber keine Rosen ohne Dornen, denn die entsprechenden Rentenauszahlungen müssen im Alter voll versteuert werden, je nach Höhe aller Einkünfte kann dies mehr oder weniger wirksam werden.
Interessant sind immer noch die aus dem versteuerten Einkommen angesparten privaten Lebens- und Rentenversicherungen, die während der gesamten Laufzeit je nach Versicherer und abgeschlossenen Tarif große Freiheiten bieten und die im Alter nur mit dem Ertragswert, also niedriger versteuert werden.
Die Versorgungslücke im Alter (2)
2. Selbstständige und Freiberufler
Da die meisten dieser Personen eine gewisse Zeit Arbeitnehmer waren, haben sie einen, allerdings meist geringen Anspruch aus der gesetzlichen Rentenversicherung.
Dazu haben viele auch bereits eigene Vorsorge getroffen, aber immer wieder zeigt es sich, dass diese bei weitem nicht ausreicht, um im Alter einigermaßen vernünftig versorgt zu sein. Die Höhe einer Lebensversicherung oder einer monatlichen Rente werden die Ausgaben im Alter kaum decken können.
Um Ihre Versorgungslücke berechnen zu können, sollten Sie einmal ihre monatlichen, privaten Ausgaben hochrechnen. Überlegen Sie dabei, welche Ausnahmen zukünftig vielleicht nicht mehr erforderlich sein werden oder welche geringer ausfallen werden. Hier finden Sie mehr Informationen zum Leben ab 50.
Dagegen müssen Sie zukünftige Mehrausgaben stellen, dies gilt z.B. für den Gesundheitsbereich, wo im Alter meist höhere Kosten anfallen werden und die Inflation wird bei der Ernährung, der Miete und der Energie den verfügbaren Kuchen weiter reduzieren.
Stellen Sie dieser Berechnung Ihre Einkünfte als Rentner gegenüber und fast jeder wird hier eine Lücke zu verzeichnen haben und diese Lücke gilt es zu schließen.
Dies kann bedeuten, dass heute gewisse, aber erträgliche Einschränkungen notwendig werden.
Rechnen Sie mal Ihre privaten Ausgaben hoch und schauen Sie, wie viel Sie davon durch Ihre bisherige Vorsorge decken können, prüfen Sie, ob Sie Einsparungen, die nicht wehtun vornehmen können und bedenken Sie dabei, dass es Ausgaben geben wird, die nicht sinken werden, z.B. im Gesundheitsbereich. Berücksichtigen muss man auch, dass die Inflation gerade im Bereich Ernährung und Energie möglicherweise auch zukünftig überproportional steigen wird.
Braucht man eine private Altersvorsorge
Diese Frage stellt sich sicher jeder von uns, denn alles, was wir jetzt fürs Alter sparen, das fehlt uns im Heute und wir wollen genau jetzt auf nichts verzichten und wollen uns mit unserem Einnahmen alles das leisten, was wir uns leisten können.
Doch ist das nicht zu kurz gedacht?
Wir denken nicht an Morgen und schon gar nicht an Übermorgen. Manche sind der Meinung, der Staat oder meine Verwandten werden es dann schon richten. Doch der Staat wird nicht mehr leisten können, als er heute leistet, eher weniger.
Wenn man sich für eine private Altersvorsorge entscheidet, ist ein Rentenvergleich empfehlenswert. Hier ist noch eine interessanter Blog zum Thema private Krankenversicherung.
