Vorsorgecheck 2010 – Was bleibt uns übrig ?
Eine gute finanzielle Absicherung fürs Alter zu treffen, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Lebenserwartung steigt und die Rentenzeit wird individuell immer länger. Für die Phase nach der Berufstätigkeit haben viele Menschen Wünsche und Pläne: Sie können neue Erfahrungen machen, ungewohnte Lebensbereiche entdecken und Aktivitäten nachholen, die bisher nicht möglich waren. Vielen Menschen ist auch bewusst, dass sie später eventuell einmal Hilfe brauchen könnten, die Geld kostet.
Eine wohlüberlegte Altersvorsorge trägt dazu bei, beruhigt dem Älterwerden entgegenzusehen. Immer mehr Menschen sparen für eine zusätzliche private Alterssicherung. Sie wollen damit ausgleichen, was nach ihrer Berechnung bei der gesetzlichen Rente fehlen wird, um den bisherigen Lebensstandard zu halten oder um lange geplante Vorhaben verwirklichen zu können. Aber geht diese Rechnung auch wirklich auf? Können Sie abschätzen, wie viel Ihr errechneter monatlicher Alterssicherungsbetrag in Zukunft wert sein wird? Nach heutigen Erkenntnissen ist klar, dass bei der Altersvorsorge Verschiedenes mit bedacht werden sollte. Denn die Rente ist längst nicht mehr frei von Belastungen und Abzügen. Die gesetzlichen und die betrieblichen Renteneinkünfte, auch die Rürup Rente, sind sozialversicherungspflichtig. Sie zahlen also als Rentner an die Krankenversicherung immerhin Ihren Beitrag von 7,9 %, außerdem die Pflegeversicherung mit mindestens 1,95 %. Auch die Versteuerung der Renten, seit 2005 neu geregelt und bis 2040 stufenweise ansteigend, reduziert den Nettobetrag Ihrer Alterssicherung. Hinzu kommen noch die alljährlichen Inflationsraten, die zwar schwer vorherzusagen sind, die aber in den letzten Jahren immerhin durchschnittlich 1,6 % betrugen, sodass das Geld in Ihrer Tasche tatsächlich laufend weniger wert wird.
Damit Sie später keine bösen Überraschungen erleben, empfiehlt es sich dringend, diese Berechnungen beim Ansparen Ihrer Altersvorsorge mit einzubeziehen.
