Statistische Bundesamt: Jeder zweite wechselt frühzeitig in den Ruhestand
Derzeit werden viele Debatten geführt, ob ein Ruhestand mit 67 Jahren oder gar erst mit 70 Jahren angebracht sein könnte. In Anbetracht der aktuellen Zahlen wirken diese Diskussionen geradezu absurd.
Das Statistische Bundesamt fand in einer Studie heraus, dass es nicht einmal jeder zweite deutsche Arbeitnehmer bis zum regulären Rentenalter durchhält. Im Jahr 2008 gingen 27,8 Prozent der Arbeitnehmer unfreiwillig, aus gesundheitlichen Gründen, frühzeitig in Rente. Im Durchschnitt waren diese bei Rentenantritt 55 Jahre alt. Personen die regulär in den Ruhestand gingen waren im Schnitt 8,5 Jahre älter. In Anbetracht aller Ruheständler, vom Jahr 2009, wird deutlich das gerade einmal 50 Prozent, aufgrund des Alters ihr Arbeitsleben regulär beendeten. Mehr als 20 Prozent wechselten aus der Arbeitslosigkeit zur Rente oder nutzen die Vorruhestandsregelungen.
Laut Statistischem Bundesamt spielen bei den gesundheitlichen Problemen, einzelne Berufsgruppen eine starke Rolle, um frühzeitig in Rente zu gehen. Besonders oft betroffen sind Arbeitnehmer in körperlich Anspruchsvollen Berufen, gesundheitsbedingt wechselte knapp die Hälfte aller Beschäftigten im Hoch- und Tiefbau in den Ruhestand.
Bei Ausbauberufen wie beispielsweise dem Heizungsbauer, Fliesenleger oder Polsterer waren es mehr als 45 Prozent sowie fast 40 Prozent bei den Malern und Lackieren.
Deutlich seltener hingegen gehen Chemiker, Physiker, Mathematiker oder Ingenieure aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand, hier waren es gerade einmal 14,6 Prozent.
Bei Bürokräften lag die Quote bei etwa einem Fünftel aller Ruheständler.
Um sich für den Fall der Fälle zu rüsten, hilft nur eine optimale Altersvorsorge. Über die sich jeder frühzeitig seine Gedanken machen und die entsprechenden Vorkehrungen treffen sollte.
